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#wissensbilanz (engl.: intellectual capital statement) ist ein Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem intellektuellen Kapital und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren. Die Wissensbilanz fokussiert die strategische Sichtweise von Wissen in Unternehmen. Während Wissens-management die Ressource Wissen auf operativer Ebene managt, beschäftigt sich die Wissensbilanz mit der strategischen Bedeutung von Wissen für die Wertschöpfung und die Zukunftsfähigkeit der Organisation. Einen wichtigen Bereich der Wissensbilanz stellt die Messung von Veränderungen im Wissensbestand dar. Somit ergänzen sich die beiden Konzepte optimal: Die Wissensbilanz gibt die strategische Richtung für das Wissensmanagementprojekt vor, die durch Maßnahmen des Wissensmanagements umgesetzt wird. Die Wissensbilanz wiederum stellt abschließend die erfolgte Veränderung des Wissensbestands und den erreichten Geschäftserfolg dar. Die Erstellung einer Wissensbilanz ist mit zwei Zielen verbunden. Einerseits spielt die Verbesserung der Kommunikation zwischen der Organisation und ihrem Geschäftsumfeld (Stakeholder) eine wichtige Rolle. Die Möglichkeiten für die Gestaltung der Wissensbilanz sind, verglichen mit Finanzbilanzen, beachtlich, und auch der Interpretationsspielraum ist größer. Daraus ergibt sich die Konsequenz, dass einerseits ein besseres Eingehen auf die Informationsbedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe ermöglicht wird, andererseits aber auch die Gefahr, die Wissensbilanz als Marketinginstrument zu missbrauchen.
Die zweite Zielsetzung betrifft das systematische Management des intellektuellen Kapitals der Organisation. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Bestimmung der erfolgskritischen immateriellen Faktoren und die Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren. Die Wissensbilanzmethode des Arbeitskreises Wissensbilanz (AK-WB), auch bekannt als „Wissensbilanz – Made in Germany“, geht auf das ursprünglich an den Austrian Research Centers 1999 entwickelte und dort erstmals angewandte Modell einer Wissensbilanz zurück [8]. Die Methode, die sich mittlerweile als Standard im deutschsprachigen Raum durchgesetzt hat, unterstützt einerseits die Bestandsaufnahme und Kommunikation des intellektuellen Kapitals und andererseits die Entscheidungsfindung bei der Unternehmenssteuerung. Ausgehend von der Vision und Strategie der Organisation wird das intellektuelle Kapital, das wiederum in 3 Kapitalarten (Humankapital, Strukturkapital, Beziehungskapital) näher spezifiziert wird, erfasst. Im Zuge der Erstellung der Wissensbilanz werden die drei Kapitalarten gemessen, nach Quantität, Qualität und Systematik relativ zu den strategischen Zielen bewertet und ihre Wechselwirkungen aufgezeigt. Dabei werden die relevanten Aspekte für den Unternehmenserfolg transparent und eine Priorisierung von Handlungsfeldern möglich. Die Wissensbilanz wird meist in einem fach- und bereichsübergreifendem Team erarbeitet. Hierzu sind bis zu drei Workshoptage vorgesehen. Nachdem Mitte der 90er Jahre beginnend in Skandinavien – hervorzuheben sind hier Dänemark, Schweden und Island – und dann zeitparallel zuerst in Österreich (1999), dann Deutschland und in Spanien die Methodik der Wissensbilanzierung immer mehr Verbreitung fand, berief die EU-Kommission 2005 eine sog. High Level Expert Group zum Thema „Intellectual Capital Reporting“ (= Wissensbilanzierung) für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMUs) ein. Langfristiges Ziel der EU ist es, die intangiblen Werte von forschungs- und wissensintensiven Unternehmen auch in deren Bilanz ausgewiesen zu bekommen. Das soll vor allem dienstleistungsintensiven Unternehmen mit kurzer Bilanzgeschichte oder die wenig Kapital in Form von materiellem Vermögen in ihrer Bilanz ausweisen dennoch zu Finanzmitteln verhelfen. Damit sollen auch Lücken zur Bestimmung von intangiblen Unternehmenswerten in den entsprechenden Vorschriften (Abschnitt 36 und 38) der in Europa zum Standard gewordenen Bilanzierungsvorschriften nach IAS (Bilanznorm IFRS) geschlossen werden. Die Expertengruppe hat ihre Arbeit Anfang 2006 beendet. Ihr Bericht mit dem Titel RICARDIS wird im 1. Halbjahr 2006 veröffentlicht und dient vor allem der EU-Kommission als Empfehlung für einen Aktionsplan. Die vorläufige Fassung des Berichts, der einen Überblick über so gut wie alle in Europa gängigen Wissensbilanzierungsverfahren enthält, ist bei execupery publiziert. Ein Spin-Off der Aktivität dieser Expertengruppe ist der New Club of Paris, der vergleichbar wie sich der ‚Club of Rome‘ Fragen der Umweltpolitik widmet, sich das Thema des Übergangs von der Informationsgesellschaft in die Wissensgesellschaft und spezifisch die Wissensökonomie im globalen Kontext vorgenommen hat. Der Club will damit u. a. einen Beitrag zur Erreichung der Ziele der sog. Lissabon-Strategie der EU, insbesondere was deren Wissensbasierung betrifft, leisten. (Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Wissensbilanz)

Studie | Mehr Innovationen durch Kooperationen – Chancen und Risiken

 

Innovationen_durch_Kooperationen

 

Das Ziel der durch Herrn Prof. Dr. Zacharias geleiteten Studie ist die Untersuchung von Poten-zialen und Risiken bei offenen Innovationsaktivitäten, im Rahmen derer Unternehmen mit unterschiedlichen Partnern zusammenarbeiten. Insbesondere analysiert die Studie, wie Unternehmen ihr Portfolio mit unterschiedlichen offenen Innovationsaktivitäten effektiv gestalten können, um innovative Produkte mit hoher Kundenakzeptanz zu entwickeln und diese in kürzerer Zeit auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen zur effektiven Ressourcengewinnung und Risikobewältigung in Innovationsnetzwerken für Unter-nehmen identifiziert.

Nutzen der Teilnahme an der Studie: Für Ihre Teilnahme erhalten Sie nach dem Abschluss der wissenschaftlichen Untersuchungen einen exklusiven Ergebnisbericht zur Bewertung Ihrer offenen Innovationsaktivitäten sowie konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung. Unter anderem werden die Effektivität und Effizienz Ihrer Kooperationen sowie der Neuartigkeitsgrad Ihrer Produkte zum Wettbewerb ins Verhältnis gesetzt. Weiter zur Umfrage (Quelle: Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Rechts- und Wirtschafts-wissenschaften)

Literaturhinweis: Innovationsmanagement – Strategien, Methoden und Werkzeuge

Literatur | Information und Wissen als Wettbewerbsfaktoren – Analysen und Managementansätze

 

Information und Wissen als Wettbewerbsfaktoren

 

Information und Wissen gehören zu den wenigen verbliebenen, strategischen Ressourcen der post-industriellen Welt. Häufig werden diese Ressourcen als Produkte von IT-Infrastruktur betrachtet. Die Autoren untersuchen in diesem Buch Information und Wissen losgelöst von der technischen Perspektive. Denn der Wettbewerbsvorteil, der durch Informationen und Wissen entsteht, hängt entscheidend von der inhaltlichen Bedeutung und dem richtigen Einsatz zum
richtigen Zeitpunkt ab. In diesem Buch werden ganzheitliche Managementansätze zur Nutzung von Information und Wissen im Unternehmenskontext vorgestellt, darunter viele praxisnahe Heuristiken und pragmatische Lösungen. Zudem wird dargestellt, ab welcher Unternehmens-größe und für welche Branchen ein professioneller Umgang mit der Ressource Wissen Nutzen stiften kann. Die wesentlichen Aspekte im Blick – zeitgemäßes Management von Wissen und
Information (Quelle:Walter de Gruyter GmbH).

Information und Wissen als Wettbewerbsfaktoren – Analysen u. Managementansätze

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Literatur | Wissensmanagement in der Praxis – Methoden – Werkzeuge – Beispiele

 

praxis-wissensmanagement

 

Wissen hat sich zu einer mächtigen Ressource entwickelt und entscheidet immer mehr über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Doch wie wird sichergestellt, dass jemand genau die Informationen erhält, die er für seine tägliche Arbeit braucht, und nicht in einer Wissensflut ertrinkt? Wie funktioniert ein effektiver Wissensaustausch? Wie wird Wissen erhalten, entwickelt, vermehrt und wie kann nachhaltig daraus gelernt werden?

Dieses Werk gibt Antworten und zeigt Ihnen, wie Sie Wissen bewusst managen und zielgerichtet einsetzen können. Die einzelnen Methoden des Wissensmanagements werden praxisorientiert dargestellt. Sie erfahren, wann sich welche Methode anbietet und welches Ergebnis Sie damit erzielen können. Konkrete Handlungsanleitungen zur Umsetzung sowie viele Beispiele und Fallstudien erleichtern Ihnen dabei den Praxistransfer.

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Literatur | Wissensmanagement 2.0 : Integration sozialer Komponenten in den Wertschöpfungsprozess von Unternehmen

 

wissensmanagement_2.0

 

Das Internet und die darüber angebotenen Dienste sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Die Technologien von heute erleichtern uns die Arbeit, verkürzen Wege und liefern Informationen, nach denen wir suchen. Der Mensch als Wissensträger nimmt neben der Technik die zentrale Rolle ein: Im Unternehmenskontext spricht man von Humankapital, mit Hilfe dessen sich Unternehmen Wettbewerbsvorteile gegenüber den Konkurrenten am Markt erarbeiten wollen. Wissen ist in der derzeitigen Wissensgesellschaft das primäre Kriterium zur Definition eines Alleinstellungsmerkmals, was den strategischen Einsatz von Mensch und Technik im Unternehmen erfordert.

Dieses Buch befasst sich mit Theorien und Praktiken des Wissensmanagement, das als interdisziplinäres Aufgabengebiet die Wissenschaften der Soziologie, Kulturforschung, Organisationslehre, Managementlehre sowie der (Wirtschafts-)Informatik umfasst. Dabei soll eine Konvergenz zwischen den Themenbereichen der Wissenstheorie, dem traditionellen Wissensmanagement sowie dem Enterprise 2.0 hergestellt werden, um ein effizientes Wissensmanagement auf Basis des Enterprise 2.0 zu begründen. Hierzu werden organisationale, soziokulturelle und informationstechnische Aspekte betrachtet und entlang der Arbeit im jeweiligen Kontext diskutiert.

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