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Studie vom Haufe Verlag | Unternehmen verschwenden wertvolle Ressourcen beim Umgang mit Wissen

51 Prozent der deutschen Unternehmen haben erheblichen Nachholbedarf beim produktiven Umgang mit Wissen. Dabei sind die Folgen schlechten Wissensmanagements gravierend: Mehrarbeit und Fehler mindern Effizienz und Arbeitsqualität. Wird Know-how jedoch erfolgreich genutzt, rechnen 76 Prozent der Befragten mit signifikanten Einsparpotenzialen, 90 Prozent sehen einen Zusammenhang mit einer steigenden Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, so das Ergebnis der Studie des Haufe Verlages.

Wissensmanagement Projekte sind in der Vergangenheit schon allein an den techno-logischen Anforderungen gescheitert – das gilt für Kanzleien aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Notariat und deren Mandanten wohl gleichermaßen -. Auch im Hinblick auf das Topthema Datability sind die technologischen Ansprüche eindeutig vorgegeben. System Anbindungen an Datenbanken, wie etwa SAP, Microsoft SQL Server, Microsoft Exchange Server, Microsoft SharePoint, IBM Lotus Notes aber auch DMS Systeme und andere Datenquellen, sind heute standardmäßig vorauszusetzen. Das war leider nicht immer so, sodass Projekte bereits an dieser Hürde gescheitert sind.

Allerdings ist die erforderliche Strategie zur Einführung einer Wissensmanagement Lösung nicht unerheblich, um einen maximalen Wirkungsgrad zu erreichen. So scheitern sehr häufig Wissensmanagement Projekte allein an einer fehlenden oder unzureichenden Initialisierung, Analyse, Zielsetzung und Bewertung. Insoweit kann wohl gesagt werden, dass eine Wissensmanagement Software Lösung kein Allheilmittel ist. Weiter zur Studie des Haufe Verlages

Cloud Computing | Kanzleien ist Vorsicht geboten

Cloud Lösungen, ein ungebremster Megatrend. Allerdings ist durchaus Vorsicht geboten, wenn es um die Berufsgruppen der Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater geht.

Großer Beliebtheit erfreuen sich derzeit Intranet und ECM Lösungen, welche zunehmend als Cloud Computing Produkte dem Markt angeboten werden. Was für Unternehmen praktisch und gleichwohl ökonomisch erscheinen mag – Beiträge, Dokumente und Dateien innerhalb des Unternehmensnetzwerkes – zu teilen, bleibt den Kanzleien vorenthalten. Denn nicht nur Rechtsanwälte und Notare, sondern auch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ist es nach § 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB bei Androhung einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder von Geldstrafe untersagt, ihnen in ihrer beruflichen Eigenschaft anvertraute Geheimnisse unbefugt zu offenbaren.

Inhalte von elektronischen Dokumenten und Dateien werden einem Dritten zudem nicht erst dann offenbart, wenn dieser den Inhalt dieser Daten zur Kenntnis nimmt. Vielmehr ist es insoweit ausreichend, dass der Dritte die Möglichkeit hat, diese Daten zur Kenntnis zu nehmen. Dass der Dritte die Mitteilung des Geheimnisses auch intellektuell versteht bzw. verstehen könnte, ist dabei nicht erforderlich. Vielmehr reicht es aus, dass der Dritte die Mitteilung wahrnehmen kann. Bei digital gespeicherten Geheimnissen reicht deshalb grundsätzlich die Einräumung der Verfügungsgewalt über die Daten aus, z.B. durch Weitergabe des Datenträgers oder der Datei. Dies trifft im Falle von Cloud Computing Angeboten wohl vollumfänglich zu, wenn eine Kanzlei die Daten auf einen Fremdserver speichert und diese durch andere Dritte gewartet werden.

Kanzlei Wissensmanagement  Tabu für Cloud Computing in Kanzleien